Diversitaetsorientierte Entwicklung von Berlin Mondiale 2018-11-11T15:19:46+00:00

Ihrem Selbstverständnis verpflichtet, arbeitet Berlin Mondiale auf das Ziel hin, die diversitätsbezogene Öffnung und Entwicklung nicht nur der beteiligten Institutionen in den Bereichen Publikum, Personal und Programm voranzutreiben, sondern diese darüberhinaus­gehend auf sämtlichen Ebenen in allen Bereichen als Querschnittsaufgabe zu forcieren und zu begleiten.

Dazu wurden die „Grundlagen der Zusammenarbeit“ als konkretes, wirkungsvolles Tool und als verbindlicher Referenzpunkt entwickelt und zunehmend etabliert. Nach der Einführung der Kriterien konnten wichtige Entwicklungen beobachtet werden: Nachdem zunächst im Rahmen einer diversitätsorientierten Öffnung des Berlin Mondiale Netzwerkes im Jahr 2018 vor allem selbstorganisierte Projekte und Initiativen wichtiger Teil des Projektes geworden sind, haben diese zunehmend die konstruktive inhaltliche Arbeit gestaltet.

So sind inzwischen oftmals die Personen aus dem Bereich Migration, Exil und Asyl selbst Ansprechpersonen und Verantwortliche für und in den Partnerschaften des Mondiale Netzwerkes. So werden von Projektverantwortlichen nicht nur verpflichtende Kriterien in Hinblick auf formale, konzeptionelle Gestaltung geltend gemacht.

Darüber hinaus werden vertrauensvoll wechselseitig Prämissen und Handlungsweisen in Frage gestellt und im Austausch untereinander zur Debatte gestellt, diskutiert und verändern sich allmählich im Sinne einer diversen Ausgestaltung; marginalisierte Perspektiven verschaffen sich Raum.

Weiterhin fokussiert die Diversitätsentwicklung von Berlin Mondiale auf Repräsentation, Position, und Handlungsfähigkeit marginalisierter Akteur*innen, Perspektiven und Anliegen in allen Bereichen, entwickelt Maßnahmen und setzt diese entsprechend um.

Die diversitätsbezogene Entwicklung von Berlin Mondiale wurde in den ersten drei Projektjahren auch im Rahmen zweier wissenschaftlicher Evaluationen von Dr. Azadeh Sharifi sowie einer Begleitung der Critical Friends durchgeführt. Erkenntnisse aus der Projektarbeit und darüber hinaus eine Kontextualisierung der Praxis der kulturellen Bildung im Kontext Asyl lassen sich hier nachlesen:

DOSSIER „DIVERSITÄTSORIENTIERTE BEGLEITUNG BERLIN MONDIALE“ –
eine „Feldanalyse der kulturellen Bildung mit Asylsuchenden“, erhoben im „Austausch sowohl mit Akteur*innen der Berlin Mondiale (als einem der größten Akteure im Feld, die Kooperationen zwischen Kulturinstitutionen und Asylunterkünften initiieren) als auch anderen Akteur*innen der Kulturellen Bildung im Kontext von Asyl, darunter selbstorganisierte Projekte, Aktivist*innen, Theater- und Kulturinstitutionen.“ (Zum Herunterladen auf Deutsch und Englisch)

Kultur- und Theaterwissenschaftlerin Dr. Azadeh Sharifi führte zwei wissenschaftliche Begleitungen von Projekten im Berlin Mondiale Netzwerk durch:

– Evaluation Berlin Mondiale – Flüchtlinge & Kulturinstitutionen: Zusammenarbeit in den Künsten (Berlin, Juni 2015), und
– Wissenschaftliche Begleitung, Bericht. Berlin Mondiale – Flüchtlinge & Kulturinstitutionen: Zusammenarbeit in den Künsten (Berlin, Juli 2016)

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