Berlin Mondiale

Berlin Mondiale ist ein berlinweites Netzwerk von Kulturpraktikerinnen und Künstlerinnen der urbanen Praxis.

Was wir machen

Wir wollen gute Kunst von allen und gute Kunst mit allen in der Stadt sichtbar machen und strukturell ermöglichen – so radikal divers wie das wachsende, zeitgenössische Berlin. Seit 2014 initiieren, begleiten und qualifizieren wir deshalb künstlerische Zusammenarbeiten im Kontext Migration, Asyl und Exil:

Wir bringen Menschen zusammen, die sich sonst selten auf Augenhöhe begegnen.Wir finden, öffnen oder schaffen Türen und Orte.
Wir unterstützen und begleiten Kulturpraktiker*innen, Institutionen und selbstorganisierte Projekte ideell, praktisch und prozessorientiert.Wir beraten ressortübergreifend für eine diverse urbane Praxis und für eine breitere Teilhabe an Kunst und Kultur in Berlin.

Entstehung

2014-2015Die Idee der Berlin Mondiale wurde 2013 von Mitgliedern des Rates für die Künste und des Flüchtlingsrates Berlin entwickelt: „Zugänge zu Kunst und Kultur“ eröffnen für Menschen, die in Unterkünften für Geflüchtete leben müssen. 2014 startete Berlin Mondiale und knüpfte institutionelle Partnerschaften zwischen Kultureinrichtungen und Unterkünften für geflüchtete Menschen in Berlin. In Tandems wurden verschiedene Formate der kulturellen Bildung für und mit Kindern und Jugendlichen umgesetzt. So wuchs ein Netzwerk von Kulturpraktiker*innen im Kontext Migration, Asyl und Exil, das insbesondere 2015 im sogenannten „Sommer der Migration“ durch die aufgebauten Strukturen flexibel auf die neuen Anforderungen reagieren konnte. Bereits im Herbst 2015 hatte sich das Netzwerk fast verdoppelt. Das Projekt wurde die ersten zwei Jahre über den Projektfonds Kulturelle Bildung gefördert und befindet sich seitdem in Trägerschaft des Kulturnetzwerk Neukölln e.V.
2016-2017Mit der Zusage von Fördermitteln aus dem Masterplan Integration und Sicherheit wurde die Anzahl der Tandems von August 2016 bis Ende 2017 weiter ausgebaut und auf alle zwölf Bezirke Berlins erweitert. Seit 2016 wurden außerdem eigenständig organisierte Projektgruppen, “migrantische“ Selbstorganisationen, unabhängige Vereine und Initiativen in das Netzwerk aufgenommen. Berlin Mondiale entwickelte sich zu einem diversitätsorientierten Kompetenzzentrum und zu einer Anlaufstelle für Künstler*innen im Exil.
2018-2019Das Projekt konnte 2018 und 2019 nachhaltig als stadtweites und spartenübergreifendes Netzwerk der Urbanen Praxis verstetigt werden. Seit der Gründung 2014 bis Ende 2019 arbeiteten über 150 Akteur*innen und Institutionen durch Berlin Mondiale kreativ zusammen. Durch die mehrjährigen und kontinuierlichen Kollaborationen schlossen sich ehemalige Tandems zunehmend zu größeren lokalen Netzwerken zusammen.
2020-2021Seit 2020 befindet sich die Berlin Mondiale deshalb in einer neuen Projektphase und arbeitet vermehrt an entstehenden urbanen Knotenpunkten. Dabei konzentrieren wir uns auf Sozialräume mit dünner kultureller Infrastruktur, besonders auf BENN-Quartiere. Gemeinsam mit neuen und alten Partner*innen sollen hier partizipative Labore der urbanen Praxis und lokale Netzwerke entstehen. Aktuell arbeiten, kollaborieren und vernetzen wir vor allem im Wassertorkiez in Kreuzberg und in Marzahn. Weitere Knotenpunkte sind in Arbeit. Stay tuned! Unser detailliertes Konzept sowie unsere Grundlagen der Zusammenarbeit (Stand 2020) findet ihr unten.