Projektphase 2015/16

Rubine, die Roboterin

Gemeinsam mit dem Gametheater-Kollektiv „machina eX“ lud HAU Hebbel am Ufer die jungen Bewohner*innen der Kreuzberger Unterkunft Stallschreiberstraße in den Osterferien 2015 zum Workshop ein. Unter dem Titel „Welten des Spiels: Rubine, die Roboterin“ konnten die 7- bis 13-jährigen Teilnehmer*innen zusammen mit den Profis selbst ein Spiel entwickeln. Mit viel Kreativität und verschiedenen Materialien wie Knete, Rohren, Kabeln und Computern verwandelten sie den Houseclub, den Arbeitsraum für Projekte mit Jugendlichen im HAU, in eine interaktive Roboterspielwiese.

Die Kooperation zwischen Unterkunft und Theater begann schon Monate vor dem eigentlichen Workshop. Im Rahmen der Projekt-Vorstellungen und Kurz-Workshops in der Unterkunft konnten sich die zuständigen Mitarbeiter*innen des HAU und die Leitung und Kinderbetreuung der Unterkunft kennenlernen und gegenseitig Wünsche an die Zusammenarbeit austauschen. Gemeinsames Ziel war es, sowohl Künstler*innen zu finden, die über einige Wochen zur Kontaktaufnahme vor Ort sein, als auch mit Sprachbarrieren kreativ umgehen konnten. Eine besondere Herausforderung und Überlegung bei der Konzeption des Workshops war, dass sich die Zusammensetzung der Teilnehmer*innen durch die Fluktuation in der Unterkunft ständig änderte. Schnell brachten die älteren auch ihre jüngeren Geschwister mit. Ziel des Workshops war es nicht, eine perfekte Vorstellung auf die Bühne zu bringen, sondern sich durch die gemeinsame Arbeit näherzukommen.

Während der Osterferien wurden die Kinder von den machina eX-Künstler*innen und dem HAU-Team täglich abgeholt und ins Theater begleitet. Gemeinsam arbeiteten sie rund um die Roboterdame Rubine, bauten eine Konstruktion mit Murmelbahnen und Lichteffekten, aßen und spielten gemeinsam. Zur Präsentation des Roboter-Spiels an einem Samstag Anfang April kamen außer den Mitarbeiter*innen des HAU und der Geflüchteten-Unterkunft auch Eltern und Geschwister der Kinder.

Julia Schreiner und das Team des HAU Hebbel am Ufer

Zu den Bildern: 

Die Fotografin Dorothea Tuch hat die Gemeinschaftsräume der Geflüchteten-Unterkunft in der Kreuzberger Stallschreiberstraße fotografiert. Seit Ende 2015 ist die Einrichtung Partner des HAU Hebbel am Ufer im Rahmen von Berlin Mondiale. www.dorotheatuch.de

Partner*innen

Mit seinen drei Spielstätten HAU1, HAU2 und HAU3 steht das HAU Hebbel am Ufer für aktuelle künstlerische Positionen an der Schnittstelle von Tanz, Theater und Performance. Darüber hinaus sind Musik, Bildende Kunst und theoretische Debatten feste Bestandteile des Programms. Als „aufregendstes Theater Deutschlands“ (tip 02/2012) ist das HAU auch im internationalen Rahmen eine der wichtigsten und am weitesten vernetzten Bühnen. Internationale Kooproduktionen und Projekte der Berliner und (inter)nationalen Tanz- und Theaterszene werden hier entwickelt und gezeigt. Seit November 2012 steht das HAU Hebbel am Ufer unter der Künstlerischen Leitung von Annemie Vanackere.