Projektphase 2

Eine Zusammenarbeit von geflüchteten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus der ASB-Notunterkunft Alt-Moabit mit dem KW Institute for Contemporary Art KUNST-WERKE BERLIN e.V.

Stimmen/Voices

„Es entstanden sehr fragile Momente, unterbrochen von den fordernden Stimmen der Kinder, die nun im ganzen Haus herumliefen und ‚Sing etwas! Komm, sing etwas!’ skandierten. (…) Alle hörten zu, jedes Räuspern, Zögern, Innehalten der Sänger*innen war vernehmbar. Wenn dann endlich die Stimme voll erklang, lag für Minuten eine Verzauberung im Raum (…).“ (Mona Jas)

Sprache, Sprechen, Hören, Schreiben, Singen und Musik. Eine Stimme zu haben, bedeutet gehört zu werden. In diesem Sinne rückt die Künstlerin Mona Jas den Klang ins Zentrum ihrer Zusammenarbeit mit Geflüchteten, Künstler*innen und Studierenden. Gemeinsam mit dem Autor Thanassis Kalaitzis werden in diesem Kontext unterschiedliche Formen einer Schreibwerkstatt erprobt. Die dabei entstehenden Texte werden vom Schriftlichen in das Gesprochene übertragen – und so von ein oder mehreren Personen reinszeniert. Mit den Künstlerinnen Selma und Suna Fener produzieren die Geflüchteten kurze Stop-Motion Filme, deren Hauptprotagonisten Gegenstände und Stimmen sind. In Zusammenarbeit mit Andreas [LUPO] Lubich werden aufgezeichnete Gesänge und gesprochene Texte zusammengeführt und professionell gemischt. Eine in der Notunterkunft installierte interaktive Sprecherkabine bietet die Möglichkeit, die erarbeiteten Stücke und Club-Sounds permanent zu erweitern. Als abschließende Arbeit ist die Produktion einer CD mit Booklet geplant.

Projektleitung

Mona Jas – Künstlerin und Leiterin des Lab for Art Education/KW Institute for Contemporary Art

Kirstin Frohnapfel – Sozialarbeiterin, stellv. Leiterin ASB-Notunterkunft Alt-Moabit