Deutsche Oper Berlin – GU Rognitzstraße

Eine Kooperation von jungen Geflüchteten aus der DRK  Gemeinschaftsunterkunft Rognitzstraße mit der Deutschen Oper Berlin

Die Deutsche Oper Berlin / Junge Deutsche Oper entwickelt verschiedene Formate für geflüchtete und Berliner Jugendliche, in denen sie über die gemeinsame künstlerische Arbeit in einen Austausch kommen. Seit Anfang 2017 kooperiert die Deutsche Oper Berlin im Rahmen von Berlin Mondiale mit der Gemeinschaftsunterkunft Rognitzstraße. Unter der Leitung der Opernsängerin und Stimmbildnerin Rosemarie Arzt treffen sich Frauen aus der Unterkunft einmal wöchentlich zum gemeinsamen Singen. Zudem sind momentan diverse Angebote mit Musikern des Orchesters der Deutschen Oper Berlin in Planung.

Bereits im Oktober 2016 fand das Herbstferienprojekt WAS ICH SCHON IMMER SAGEN WOLLTE in Zusammenarbeit mit Berlin Mondiale statt: Die Tischlerei – die zweite Bühne der Deutschen Oper Berlin – wurde zum Begegnungsraum für 25 Jugendliche, die zehn Tage lang zu ihren großen Fragen des Lebens diskutierten, spielten und kochten. Es entstand ein Theaterexperiment über den Alltag und seine Rituale. An drei Abenden öffnete sich dieser Experimentierraum und die Zuschauer wurden zu Mitspielern, als sie sich mitten im Geschehen eines gemeinsamen Abendessens, einer Nacht oder eines Spieleabends wiederfanden.

Ebenfalls im Herbst 2016 und in Kooperation mit Berlin Mondiale setzten sich geflüchtete und Berliner Jugendliche mit Meyerbeers Oper DIE HUGENOTTEN auseinander und beschäftigten sich mit Fragen wie: Was passiert, wenn sich Menschen unterschiedlichen Glaubens misstrauen und um die Vormacht kämpfen? Gemeinsam mit der Regisseurin und Komponistin Alexandra Holtsch erarbeiteten sie eigene Musiktheater-Szenen, die in der Late-Night-Performance AUS DEM HINTERHALT: DIE HUGENOTTEN in der Tischlerei gemeinsam mit Opernsängern, Musikern, Textern und Schauspielern aufgeführt wurden.

Künstlerische Leitung

Tamara Schmidt, Leitung Junge Deutsche Oper