internationales literaturfestival Berlin – AWO Refugium Lichtenberg

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Eine Zusammenarbeit von jungen Geflüchteten aus dem AWO Refugium Lichtenberg mit dem internationalen literaturfestival berlin (ilb)

In kontinuierlichen Workshops lernen junge Bewohner*innen des AWO Refugiums Lichtenberg seit Februar 2016 in wöchentlichen Workshopsdie Welt des Comic kennen. Gerade diese Kunstform zwischen Bild und Text ermöglicht einen schnellen Zugang zu eigenen Gefühlen und ästhetischen Erfahrungen. Die Workshops für Kinder von 10 – 13 und 13 – 16 Jahren werden durch die Comic-Künstler*innen Sebastian Lörscher, Mina Braun & Inga Israel und Mawil geleitet und von der Künstlerin Irene Fernández sowie Assistent*innen des internationalen literaturfestivals begleitet.

Ziel der Workshops ist es, sich mit künstlerischen Techniken auszudrücken, um das Wortlose zu erfassen und in eine Geschichte zu überführen. Themen und Techniken der einzelnen Workshops werden an das Werk der jeweiligen Künstler*innen angelehnt und mit verschiedenen Teilnehmer*innen entwickelt. Ergänzend dazu soll durch den kreativen Umgang die deutsche Sprache vermittelt werden.

Das Projekt Comic Connection fand von Februar bis Juli und von September bis Dezember 2016 statt. Zuvor gab es unter demselben Titel Comic-Sommerworkshops, die von Berliner und internationalen Künstler*innen geleitet wurden und sich an junge Geflüchtete und junge Berliner*innen im Alter von 10 bis 16 Jahren richteten. An den Workshops nahmen u. a. auch Bewohner*innen des AWO Refugiums Lichtenberg teil. Die Ergebnisse der Workshops wurden in einer Ausstellung im Weinmeisterhaus und auf dem ilb-Graphic Novel Day vorgestellt.

Links: Website des Projekts, facebook-Seite und ein Bericht im Berliner Abendblatt.

Projektteam

Projektleiterin: Dr. Melanie Waldheim
Assistentinnen: Christina Russmann, Xenia Heinz, Shadi Samee-Frugi

Workshopleitung: Irene Fernández Arcas
Künstler*innen: Sebastian Lörscher, Mina Braun  & Inga Israel, Mawil
Fotograf: Ali Ghandtschi

Arabische Lyriker*innen treffen amerikanische Shortstory-Schreiber*innen, südkoreanische Poet*innen ihre russischen Kolleg*innen, afrikanische Romanciers den albanischen Nachwuchs. Neuentdeckungen Amer Al Akel und Tania Al Kayyali stehen gleichberechtigt neben den Klassikern der Weltliteratur. Prosa, Lyrik, Graphic Novels, Gespräch und Diskussion, Literatur für junges Publikum, Poetry Slam, Performance — all das zusammen verdichtet sich seit 2001 beim internationalen literaturfestival berlin. Zur 15. Festivalausgabe 2015 kamen 150 Autoren aus 50 Ländern und nahmen an rund 200 Veranstaltungen teil, die von 32.000 Besucher*innen gesehen wurden. »Internationale Kinder- und Jugendliteratur« ist seit Festivalgründung eine wichtige, auch international wahrgenommene ilb-Sektion, die sich vor allem an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene richtet. Im Zentrum der Sektion steht die öffentliche Vorstellung inhaltlich und ästhetisch außergewöhnlicher internationaler Gegenwartsliteratur. Jedes Jahr werden rund 15 Autor*innen und Illustrator*innen eingeladen, die ihre Bücher meist als Premieren in Berlin vorstellen. Viele Sektionsgäste treten im Rahmen ihrer Festivalteilnahme erstmalig im deutschsprachigen Raum auf.