Workshop #1: Einführung und Vorbereitung

Nach einem Filmabend am 22. Januar, an dem wir den Jugendlichen die Projektidee vorstellten, ging es am 3. und 4. Februar in den ersten Workshop in der Unterkunft. Im Fokus sollten eine Einführung in die Filmtechnik, erste Probeaufnahmen und vor allem die Ideenentwicklung stehen. Mit Blick auf Kameras, Tontechnik und Filmlicht wandelte sich die anfängliche Skepsis der Teilnehmenden schnell in Interesse. Mit Begeisterung wurden die Kameras getestet, die Mikros genutzt und das Licht eingerichtet. Der Zauber der Filmwelt war eröffnet, und die Teilnehmenden waren kaum zu bremsen. Aber am Anfang von jedem Film steht noch immer ein weißes Blatt Papier, das mit einer Idee, einer Geschichte gefüllt werden muss. So hieß es zunächst inne zu halten, sich konzentriert mit dem Thema Musik auseinanderzusetzen und gemeinsam erste filmische Ideen zu entwickeln. Der Arbeitsprozess gewann schnell an Eigendynamik. Ideen entstanden, formten sich, wurden in ersten Probeaufnahmen getestet, gesichtet und weiterentwickelt. Fließend verschoben sich die Grenzen und die Teilnehmer_innen übernahmen die Initiative an der Kamera, führten Regie, angelten den Ton und wechselten sich als Schauspieler_innen vor der Kamera ab. Die Rollenverteilung ergab sich schnell: Während bei den einen Talente im Tanzen, Beatboxen und Singen zum Vorschein kamen, entdeckten andere ihre Faszination dafür, Bilder entstehen zu lassen. Am Ende des zweiten Workshoptages hatte sich eine feste Gruppe von 13 Teilnehmer_innen im Alter von 9-19 Jahren gebildet. Mit einer Ideensammlung, ersten Kameraerfahrungen und viel Vorfreude und Motivation richtete sich der Blick nun auf den kommenden Drehworkshop.